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Start · Heizlast und hydraulischer Abgleich

Anlagentechnik, bundesweit

Erst rechnen, dann einstellen

Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B, raumweise Heizlastberechnung und die Beantragung der zugehörigen Fördermittel. In den meisten Fällen ohne Vor-Ort-Termin.

Heizkörper unter einem alten Holzfenster, mit Thermostatventil und kupferner Anbindeleitung

Was enthalten ist

Technische Optimierung und Förderfähigkeit

Berechnung und Antragstellung erfolgen auf Basis der vorhandenen Anlagen- und Gebäudedaten. Das macht die Leistung bundesweit möglich und nicht auf den Raum Bremen und Niedersachsen beschränkt.

  • Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B mit vollständiger Heizlastberechnung, nicht das vereinfachte Verfahren A
  • Raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 als Grundlage für Auslegung und Einstellwerte Zur energetischen Fachplanung
  • Pumpentausch auf eine hocheffiziente Heizungspumpe
  • Fördermittel für Heizungsoptimierung und Heizungstausch, inklusive Antragstellung Zur Fördermittelberatung

Für wen

Pflicht, Förderung oder beides

Relevant für Eigentümer mit bestehender wassergeführter Heizungsanlage, die entweder gesetzlich zum hydraulischen Abgleich verpflichtet sind oder freiwillig die Effizienz verbessern und dafür Förderung nutzen möchten. Ebenso im Vorfeld eines Heizungstausches: der hydraulische Abgleich ist Voraussetzung für die KfW-Förderung einer neuen Wärmepumpe.

Beispielrechnung, illustrativ

Einfamilienhaus, Gasheizung von 2011

Freiwillige Optimierung ohne gesetzliche Pflicht, kein iSFP vorliegend. Kein reales Projekt.

Heizungsoptimierung

Rechtsstand 17.07.2026
MaßnahmeKosten
Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B650 €
Hocheffiziente Heizungspumpe400 €
Voreinstellbare Thermostatventile450 €
Gesamt1.500 €

Grundförderung 15 %, also 225 € Zuschuss. Die Mindestinvestition von 300 € ist überschritten, die Maßnahme ist also auch allein förderfähig. Ein vorliegender iSFP ändert am Satz nichts: Der Bonus von 5 % gilt seit dem 21. Juli 2026 nur für Kosten oberhalb von 30.000 €.

Heizungstausch: Wärmepumpe statt Gasheizung

KfW 458 · Antrag bis 31.01.2027 · max. 28.000 €
PostenWert
Investition, angenommen am Förderdeckel28.000 €
Grundförderung 30 %8.400 €
Klimageschwindigkeitsbonus 16 %4.480 €
Zuschuss ohne Einkommensbonus12.880 €

Die Werte gelten für Anträge bis 31.01.2027 bei selbstgenutztem Wohneigentum; danach sinken Bonus und förderfähige Kosten halbjährlich, die aktuellen Sätze stehen bei der Fördermittelberatung. Ein Einkommensbonus von 40, 30 oder 10 % je nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen ist möglich, aber einzelfallabhängig und hier nicht eingerechnet; mit minderjährigem Kind wird das anrechenbare Einkommen um 10.000 € gemindert. Der Förderhöchstsatz liegt bei 80 %. Der hydraulische Abgleich lässt sich als Umfeldmaßnahme in die förderfähige Gesamtinvestition der Wärmepumpe einrechnen, statt separat beantragt zu werden. Das ist oft der günstigere Weg.

Seit dem 1. Oktober 2024 Pflicht in Gebäuden ab sechs Wohnungen

Nach § 60c GModG ist eine neu eingebaute Heizungsanlage mit Wasser als Wärmeträger hydraulisch abzugleichen, wenn das Gebäude mindestens sechs Wohnungen oder sonstige selbständige Nutzungseinheiten hat. In solchen Gebäuden sind bestehende Heizungsanlagen, die keine Wärmepumpen sind, nach § 60b zu prüfen und zu optimieren: eingebaut nach dem 30. September 2009 innerhalb eines Jahres nach Ablauf von 15 Jahren ab Einbau, ältere bis zum 30. September 2027. Für Gebäude mit weniger als sechs Wohnungen, also auch für Ein- und Zweifamilienhäuser, gilt keine Pflicht.

Ablauf

Vier Schritte, drei davon digital

01

Unterlagen

Grundrisse, Heizungsdaten und gegebenenfalls der Energieausweis, digital übermittelt.

02

Berechnung

Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B beziehungsweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.

03

Förderantrag

Vor Beginn der Umsetzung. Wann der Heizungsbetrieb beauftragt werden kann, stimmen wir dabei ab.

04

Übergabe

Die Einstellwerte gehen an Sie oder Ihren Heizungsbetrieb zur Umsetzung vor Ort.

Fragen

Was häufig gefragt wird

Muss ich für den hydraulischen Abgleich vor Ort sein?

Nein, Berechnung und Antragstellung laufen remote. Nur die Einstellung der Ventile vor Ort übernimmt ein Heizungsbetrieb, nicht greenvise.

Ist der hydraulische Abgleich für mein Haus überhaupt Pflicht?

Im Ein- oder Zweifamilienhaus nicht. Die Pflicht gilt erst in Gebäuden ab sechs Wohnungen oder Nutzungseinheiten. Für die Förderung ist der Abgleich aber Voraussetzung.

Lohnt sich der Abgleich auch ohne geplanten Heizungstausch?

Ja, er senkt den Energieverbrauch unabhängig vom Heizsystem und ist schon ab einer Investition von 300 € förderfähig.

Was ist der Unterschied zwischen Verfahren A und Verfahren B?

Verfahren A ist ein vereinfachtes Verfahren ohne raumweise Heizlastberechnung und nur für freiwillige Optimierungen zulässig. Verfahren B mit vollständiger Heizlastberechnung ist Voraussetzung für jede Förderung und für die gesetzliche Pflicht nach § 60c GModG.

Rechtsstand BEG-EM-Richtlinie 17.07.2026 und KfW-Merkblatt 458. Alle Sätze vor Antragstellung gegen den geltenden Rechtsstand prüfen.

Gespräch

Sprechen wir, bevor die erste Entscheidung fällt

Am Anfang steht meist eine konkrete Frage zu einem konkreten Gebäude. Schreiben Sie, worum es geht. Den Rest klären wir im Gespräch.

Pflichtfeld. Ihre Angaben werden ausschließlich zur Beantwortung der Anfrage verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.